Langjähriger Kameramann — seit über 20 Jahren hinter der Kamera.
Ich bin seit mehr als 20 Jahren als Kameramann tätig, mit Schwerpunkt auf Event- und Hochzeitsfilmen. In dieser Zeit habe ich unzählige Feiern, Feste und besondere Momente festgehalten — und dabei gelernt, worauf es wirklich ankommt, wenn Bild und Ton auch unter Zeitdruck und wechselnden Bedingungen stimmen müssen.
filmen.at ist mein Ort, um dieses Wissen weiterzugeben — an alle, die mit dem Smartphone bessere Videos drehen wollen, egal ob für die eigene Hochzeit, den nächsten Ausflug oder den ersten Social-Media-Clip.
Du brauchst keine teure Kamera für gute Videos — dein Smartphone reicht. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie Licht, Ton und Bildausschnitt zusammenspielen, mit konkreten Kniffen für iPhone und Samsung Galaxy sowie Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die häufigsten Situationen.
Dein erstes Video wird nicht perfekt — und das ist in Ordnung. Jede Filmemacherin und jeder Filmemacher hat mit einem wackligen, zu dunklen oder zu leisen Video angefangen. Der einzige Unterschied zwischen Anfänger und Profi ist die Anzahl der gedrehten Videos. Also: Handy raus, und los.
Egal welches Gerät du benutzt: Diese Grundprinzipien entscheiden darüber, ob ein Video professionell wirkt oder amateurhaft.
In den Kamera-Einstellungen aktivieren — Grundlage für die Drittel-Regel.
Aufs Bild tippen und halten, bis „AE/AF-Sperre" erscheint. Danach Belichtung manuell über den Sonnen-Regler steuern, ohne Sprünge beim Schwenken.
Ab iPhone 13: automatischer Schärfentiefe-Effekt mit unscharfem Hintergrund, ideal für Interviews.
Ab iPhone 12: starke Bewegungsausgleichung, beschneidet aber den Bildwinkel und braucht viel Licht.
1080p bei 30 fps reicht für die meisten Zwecke. 4K/60fps ist schärfer, braucht aber viel Speicherplatz.
Per Lightning- oder USB-C-Adapter direkt an Kamera-App oder Filmic Pro anschließen.
Volle manuelle Kontrolle über ISO, Verschlusszeit, Fokus und Weißabgleich — der wichtigste Hebel für konsistente Qualität.
Möglichst unter 800, um Bildrauschen zu vermeiden. Lieber Verschlusszeit anpassen oder mehr Licht nutzen.
Faustregel: doppelt so schnell wie die Bildrate — bei 30 fps also etwa 1/60 Sekunde.
Starke Stabilisierung für Bewegungsaufnahmen, ähnlich dem Action-Modus des iPhones.
Bei Galaxy-S-Ultra-Modellen im Pro-Modus: markiert scharfe Kanten farbig für exakten Fokus.
Viele Galaxy-Geräte nehmen USB-C-Mikrofone direkt an, ganz ohne Adapter.
Vier Situationen, die dir garantiert begegnen — und wie du sie sauber löst.
Person leicht seitlich zur Kamera setzen, Blick knapp neben das Objektiv zur interviewenden Person.
Hauptlicht im 45°-Winkel vor der Person — Fenster oder Lampe, kein Licht direkt von oben.
Mikrofon knapp außerhalb des Bildausschnitts anbringen, vorab mit Testsätzen prüfen.
Abstand zwischen Person und Hintergrund schafft Tiefe und vermeidet einen flachen Look.
Offene Fragen stellen, um ganze Sätze bitten statt Ja/Nein-Antworten zu provozieren.
Nach jeder Antwort 2–3 Sekunden weiterlaufen lassen — erleichtert den Schnitt enorm.
Handy mit beiden Händen halten, Arme eng am Körper.
Beim Gehen die Fußsohle abrollen und in den Knien leicht federn.
Schwenks langsam und konstant, Anfang und Ende jeweils kurz stillhalten.
Ein Riemen mit Gegenzug wirkt als einfacher Behelfs-Stabilisator.
Statt digital zu zoomen, sich dem Motiv physisch nähern.
ISO so niedrig wie möglich halten, lieber Verschlusszeit verlängern (Stativ nötig).
Zusätzliche Lichtquelle mitbringen — ein kleines LED-Panel reicht oft schon.
Bewegung im Bild reduzieren, sowohl beim Motiv als auch bei der Kamera.
Belichtung und ISO manuell sperren, damit das Bild nicht sichtbar pumpt.
Leichtes Rauschen ist in Ordnung — starkes digitales Aufhellen im Schnitt vermeiden.
Von Anfang an fürs Hochformat planen statt nachträglich zuzuschneiden.
Motiv zentraler und etwas höher platzieren, da seitlich weniger Raum bleibt.
Platz für Untertitel einplanen — oberes und unteres Drittel wird oft verdeckt.
Bei mehreren Personen enger zusammenrücken oder nacheinander zeigen.
Kamera exakt senkrecht halten — Kippungen fallen im Hochformat stärker auf.
Das erste Video wird nie perfekt — und muss es auch nicht sein. Lieber unperfekt veröffentlichen als perfekt in der Schublade liegen lassen. Zeig deine eigene Perspektive, statt andere zu kopieren.
Im Moment der Bewegung schneiden. Jump Cuts bewusst einsetzen. Musik immer leiser als die Sprache.
An jedem Ort 20–30 Sekunden reinen Raumton aufnehmen — überbrückt Tonlöcher im Schnitt.
Weißabgleich manuell setzen, konsistenten Look pro Szene halten, dezent statt übersättigt.
Kleine Fehler und echte Reaktionen wirken glaubwürdiger als gestellte Situationen.
Jedes gedrehte Video ist besser als das vorherige. Einfach anfangen.
Der beste Dreh bringt wenig, wenn der Schnitt das Material nicht trägt. Hier sind die Grundlagen — und die Tipps, die den Unterschied zwischen amateurhaft und rund ausmachen.
Zuerst einen Rohschnitt aus dem besten Material bauen, danach erst verfeinern — spart Zeit und behält den Überblick.
Im Moment der Bewegung schneiden lässt Übergänge nahtlos wirken, statt dass der Schnitt selbst auffällt.
Projektdateien regelmäßig als Version speichern — ein misslungener Export darf nie die einzige Kopie sein.
Beim Feinschnitt zuerst den Ton sauber ziehen und ausbalancieren, das Bild folgt danach leichter dem Rhythmus.
Nicht jeder Effekt, Filter oder Übergang, der verfügbar ist, muss auch verwendet werden.
Vor der Veröffentlichung einer Person zeigen, die das Thema nicht kennt — Verwirrung fällt ihr sofort auf.
Ein kompletter Film- und Fotografie-Kurs in acht Modulen — vom Verstehen der Bildsprache bis zum fertigen, geschnittenen Projekt. Jedes Modul baut auf dem vorherigen auf, lässt sich aber auch einzeln durcharbeiten.
Totale, Halbtotale, Nahaufnahme, Detail — und wann welche Einstellung eine Szene erzählt statt sie nur zu zeigen.
Kadrierung, die mitdenkt: Motive so platzieren, dass sie auch bei Bewegung im Bild funktionieren.
Den Blick der Zuschauer lenken statt nur etwas ins Bild zu stellen.
Augenhöhe, Vogel- und Froschperspektive — welche Wirkung jede Perspektive auf die Aussage einer Szene hat.
Hartes vs. weiches Licht — und wie du erkennst, was zu deiner Szene passt.
Goldene Stunde und das Fenster als kostenlose Softbox gezielt nutzen.
Eine einzige Lampe reicht, wenn man weiß, wo sie stehen muss.
Warm, kühl, dramatisch — Lichtfarbe und -richtung als Stimmungsträger einsetzen.
Warum Zuschauer schlechten Ton weniger verzeihen als ein wackliges Bild.
Ansteck-, Richt- und Kameramikrofon — welches wann die richtige Wahl ist.
Wie 20 Sekunden Stille am Set später jeden Schnitt retten.
Kühlschrank, Klimaanlage, Verkehr — Nebengeräusche aufspüren, bevor sie zum Problem werden.
Ruhige Bilder mit Handhaltung, Ablagefläche oder einfachem Behelfs-Stabilisator.
Die Funktionen aus den Grundlagen dieser Seite im Kontext eines echten Drehs anwenden.
Kontrolle übernehmen, statt der Automatik bei wechselndem Licht auszuliefern.
Wann 1080p reicht und wann sich 4K wirklich lohnt.
ISO, Blende und Verschlusszeit im Zusammenspiel verstehen — die Basis jeder bewussten Aufnahme.
Hintergründe gezielt unscharf stellen und Motive freistellen.
Bewegung einfrieren oder als Unschärfe sichtbar machen — je nach gewünschter Wirkung.
Bildrauschen vermeiden, ohne bei wenig Licht zu dunkle Fotos zu riskieren.
Zwei klassische Kompositionsprinzipien und wann sich ein bewusster Regelbruch lohnt.
Blickrichtung, Fokus aufs Auge und die richtige Hintergrundwahl für ausdrucksstarke Porträts.
Wie ein einfacher Standortwechsel ein gewöhnliches Motiv in ein starkes Foto verwandelt.
Die drei Fragen, die du dir vor jedem Auslösen stellen solltest.
Ordnung im Material schaffen, bevor der eigentliche Schnitt beginnt.
Cut on Action, Jump Cuts und Schnittrhythmus gezielt einsetzen.
Einen konsistenten Look über alle Clips einer Szene herstellen.
Musik unter die Sprache legen, ohne dass etwas untergeht.
Wer, was, warum — die Basis für jedes eigene Projekt in drei Sätzen festhalten.
Den Dreh vorbereiten, statt vor Ort zu improvisieren.
Das gesamte Gelernte in einem kleinen, abgeschlossenen Projekt anwenden.
Wie du ehrliches Feedback bekommst und es für das nächste Projekt nutzt.
Du musst nicht alle acht Module an einem Stück durcharbeiten. Ein Modul, ein eigenes kleines Projekt, dann das nächste — so bleibt das Gelernte hängen, und du siehst deinen Fortschritt in echten Ergebnissen statt nur in Häkchen.
Vier Bereiche, die du vor jedem Dreh kurz durchgehen solltest.
Ein gutes Bewerbungsvideo dauert 60 bis 90 Sekunden und kann mehr über dich zeigen als drei Seiten Lebenslauf. Hier erfährst du, warum sich das lohnt und wie du es richtig anstellst.
Kurz halten: 60 bis 90 Sekunden reichen völlig — niemand schaut sich ein fünfminütiges Bewerbungsvideo bis zum Ende an.
Groben Ablauf vorbereiten, nicht auswendig lernen: Wer bist du, was kannst du, warum genau dieses Unternehmen, zum Schluss ein klarer Abschluss mit Kontaktangabe.
Technik nach den Grundlagen dieser Seite: gutes Licht von vorne (Fensterlicht reicht), ruhiger Ort für sauberen Ton, Handy auf Stativ oder fest abgestellt für ein ruhiges Bild.
Aufgeräumten, neutralen Hintergrund wählen, der zur Branche passt — kein unaufgeräumtes Zimmer im Bild.
Bildausschnitt als Halbnahe: Kopf und Oberkörper sichtbar, Blick direkt in die Linse, nicht auf den eigenen Bildschirm.
Ruhig mehrere Takes aufnehmen und den natürlichsten auswählen — abgelesene Texte wirken fast immer steif.
Untertitel einfügen: Viele schauen Videos ohne Ton, gerade am Handy und in offenen Büros.
Angemessen zur Branche wählen, aber authentisch bleiben — bei einer lockeren Stelle wirkt Anzug schnell aufgesetzt.
Auch hier gilt: lieber echt und mit kleinen Ecken als perfekt und auswendig gelernt. Ein Lächeln überzeugt mehr als jede Formulierung.
Vorgaben des Unternehmens zu Länge und Dateiformat unbedingt einhalten, falls welche genannt sind.
Video vor dem Versenden einer Person zeigen, der du vertraust, und um ehrliches Feedback bitten.
Kurze, fehlerfreie Nachricht zum Video mitschicken — das Video ergänzt die Bewerbung, ersetzt aber selten alle Unterlagen.
Am Ende klar sagen, wie man dich erreicht und dass du dich auf eine Rückmeldung freust.